In der Oberklasse des Elsass, Teil 2
Vincent Sipp darf drei der bekanntesten der 51 Grand Cru-Lagen bewirtschaften. Osterberg, Rosacker und Schoenenbourg haben alle ihre Meriten, aber die Rieslinge vom Osterberg und vom Rosacker beeindrucken mich am meisten. Das Tolle für die Wissbegierigen unter uns ist der Vergleich dieser beiden Toplagen mit Weinen aus einem identischen Jahrgang. Setzt euch mit Freunden und Freundinnen hin, erschnüffelt und erschmeckt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten, vielleicht auch mit Zuhilfenahme des Expression Rieslings.
Kraft und Strenge, meint Vincent – dem kann ich mich nur anschließen. Ein Freund konstatierte „Wie wenn man über die Steine schleckt“. Ihr seht schon, hier geht es um die berühmte Mineralität, aber nicht nur, es sammeln sich auch feine Frische und heublumige Noten.
Der Rosacker ist einer jener Weine, die im Abstand von zwei Jahren immer wieder einem Test unterzogen werden sollten. Für die wirklichen Aficinados ist also der Erwerb mehrerer Flaschen eine Überlegung wert. Vor dem teils gefürchteten Petrolton älterer Rieslinge muss man hier keine Angst haben, mit der Reifung entwickeln sich eher rauchige Noten.
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